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Pastawartezeit

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habe heute früh das vorhaben, wieder mehr glam zu tragen erstaunt aufgeben müssen: erst gute maniküre. dann feine strumpfhosen. der weg ist so so weit, aus dem alltag, in irgendwas selbstgesetztes, und sei es ein kleinfeiner anspruch, den sonst niemand bemerkt, aber es hat dann heut doch von selber angefangen, so beim laufen, mit dem einen kind, das jetzt grad wieder krank ist, zum kinderarzt, die beine geworfen, aus der hüfte, einen kleinen hüftschwung versucht, ohne hackenschuhe, einfach vorneweg zum üben, das körpersummen gleich wieder gehabt, die bewusste vereinnahmung der aussenflächen, in eine aussage hinein, in die selbstwahrnehmung, es muss nicht extravagant ein, nur gemeint und durchdacht, damit man nicht eine schicht lieblosigkeit und nonkuranz herumtragen muss (ich weiß noch, wie dunkel mir der osten vor maueröffnung vorkam, die leeren strassen abends, das unwarme gelbe licht, es sieht ja genauso aus heutzutage, nur voller, und der boden inziwschen eine tückische lückenpiste)

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du hältst jetzt die klappe und bist ein freundliches kind, hör ich mich grade dem kind mitteilen, im tonfall dampfkessel. ach jaja.

hat aber funktioniert.

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grade gemerkt, wenn man am herd steht und kocht, dann kann man noch tanzen wie mit 20, selbstvergessen und ernst, also vielleicht nicht ernst, aber frei von albernheit und selbstironie, nur du und die musik, alles selbsterklärend.

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wie das gras sich bewegt auf einer sommerwiese, wenn man mit dem rad dran vorbeifährt, ein altes rad und so eine strasse mit unklaren rändern, irgendwo dazwischen, vielleicht zwischen der autobahn und dem stadtrand, das feine gras, so egal wie schön, der wind drückt flache schnell laufende wellen in die halme und erwischt einen nur gelegentlich mit ein bisschen kühlung, man kann ihn nur sehen, und es fällt schwer, sich richtig zu erinnern an das, worum es geht, also was davon jetzt eigentlich das bleibende ist.

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während der davidzwilling drüben brüllt, sehr sehr laut und in etwa wie angestochen, weil sein legodingens entzwei gegangen ist, und weiterbrüllt, wenn man ihm helfen will, seine brüder anbrüllt, dann geh ich einfach weg, schreib ein pastawartezeitposting, und lasse ihn brüllen, weil mir einfällt, dass er sehr aufgeregt war vorm hockey heute, und das hockey ist jetzt vorbei, und alle haben ihn wiedererkannt und wussten seinen namen noch, und er hat bis zuletzt beim aufräumen geholfen, und ist wie eine kleine flummikugel durch die halle geschossen, von innen bestrahlt wie ein früher weihnachtsbaum, da muss man vielleicht ein weilchen brüllen erstmal.

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ab und zu momente totalen inneren vagabundentums, an der einen grenze tanzen, eine andere ignorieren, alles anders machen, nichts mehr erkennen, barfuss laufen, dreckig werden, nach paar minuten zufrieden wieder damit aufhören und einen tee kochen, hunger haben.

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die welt/hirn-schranke ist um klassen more sophisticated als die blut/hirn- schranke. (fenster, rausgeguckt)

loving k., mit der ich am küchentisch sitzen kann und feuchte augen haben darf, beim reden über unsere kinder, wir beide mittem im klaren, lauter kleine dinge wissend.

dem leben gegenüber eine verteidigungshaltung: ja, ja, aber, aber.

wie sich das kleine thema selbst verfolgt und findet, es sind nur 56 sekunden, nach dem xten hören scheint es viel länger, welterklärend. hallo, anker.

(mannomann. niemals freitags kleine übernachtungsgäste einladen. merken. lärmpegel war kreisch.)

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das wärs doch, oder? wer braucht schon sommerferien.

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die kompostierbare plastiktüte aus dem biomarkt, die sofort reisst, wenn man was reintut, sodass man sie eigentlich auch direkt ab werk kompostieren könnte, ohne umweg über den handel.

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blumen kaufen gehen werden, alte gießen, neue planen, erwartbarer trauriger kaufrausch im pflanzencenter, ja, das pflanzencenter ist ein schlimmer ort der genetischen auslese, dem ich mich immer schlecht entziehen kann. die rosen sind vergammelt zuletzt, aber das lag nicht an mir! ich habe sie gepflegt, bis auf die male, wo ich es vergessen habe, am hoffnungsvollsten in der homezone ist immer das kleine grüne pflanzenlicht im gestrüpp der letztjährig eingegangenen, aber es ist nicht zu sehen - soll ich also alles ausreißen und nach neuen pflanzen suchen? aber die passte so schön! sie blühte vor sich hin, trank viel, hatte einen betörenden süßen duft und war dicht und fest gewachsen, ich kannte sie schon ein bisschen, obwohl ich nichtmal ihren namen weiß, aber sie ist weg, oder lebt an einem nicht sichtbaren ort = unter der erde im topf. blöde pflanze. will sie nu leben oder nicht? einfach zu kalt in diesem scheußlich verregneten april, ich werde auf den mai warten mit allem, dem ausreißen und neupflanzen, weil wozu einen balkon einrichten, auf dem man nicht sitzen kann wegen deutschland. yes, who knows, wo das wieder hinführt, wahrscheinlich leere neue balkongeländer, weil es immer der falsche moment ist für neues, und hey, man muss es pflegen selbst bei regen, und wenn man sich dann wegen lebensgräue nur für eigentlich unpassendes, aber superbunt entscheidet, dann muss man den anblick aushalten über den sommer, und [...]

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