Dienstag, 19. Juli 2011

...

die regenwolken hängen tief, 18°c, wir haben den monte rosa erst ein paar mal sehen können. aber auch, wenn sie tief hängen, ist darüber noch ein bergpanorama und ein himmel und darunter der große, tiefe see, und aus dem sonnenbad-alter bin ich eh raus. die kinder im segelkurs abgegeben, im centrovela hinter der bar, da gibt es noch einen versteckten kleinen bootshafen mit diesen hölzernen schwimmstegen, die trotz wechselnder wasserstände benutzbar sind. ich gucke mir die eltern an, die ihre kinder bringen, sie haben allesamt ein feines irgendwas, vielleicht ist einfach die kleidungswahl konservativer, die männer in dunkelblauen oder braunen pullovern über kurzen chinos und hemden, barfuss in ledermokassins, sommerfreizeit, die frauen gebügelt und geschmückt wie immer, ich merke, wie außergewöhnlich das berliner umfeld ist.

am ersten tag sind die jungs ein paar mal gekentert, ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll, aber es hat ihre laune nicht verdorben, sie finden es cool. elias trägt neue wasserschuhe und hat so ein sportbrillenband zum festziehen, er ist groß und sieht sehr nach teenager aus. die jungs sind aufgeregt und freuen sich, ich freue mich auch auf die stunden alleine ohne kinderbetreuung. immer noch bisschen bauchschmerzen beim gedanken an das loch, das diese 870 euro ins budget reißen. ich nehme mir mal wieder so im hinterkopf vor, mehr geld zu verdienen, so wie man sich vornimmt, die abstellkammer mal aufzuräumen, gerne geld bis zur sorglosigkeit, aber es gibt keine realistische möglichkeit dazu, und so denke ich wieder an was anderes und widme mich der frage, welchen modesty-blaise -band ich als nächstes lesen soll.

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kid37 - 19. Juli, 13:09

Barfuß in Ledermokassins geht gar nicht.

Pierpaulo (Gast) - 19. Juli, 19:20

...aber barfuß in Betonschuhen geht immer
kid37 - 19. Juli, 20:04

...aber nie sehr weit.
Casino - 19. Juli, 20:29

ganz alte ledermokassins darf man. das ist lässige vernachlässigung.
Casino - 19. Juli, 21:03

Ho avuto tutto quello che volevo,
ormai:
sono anzi andato anche più in là
di certe speranze del mondo: svuotato,
eccoti lì, dentro di me, che empi
il mio tempo e i tempi.
Sono stato razionale e sono stato
irrazionale: fino in fondo.

eeeh giá, che bellezza, sempre pronta, sempre vicinissima, ma poi scopri che l'associazione non é poi tanto superficiale, un pochino sí magari, ma gli strati si sovrappongono con facilità. (ubriachi di pioggia, ma si può?)
docbuelle (Gast) - 19. Juli, 15:59

schönen urlaub!

... ich löse euch ab nächste woche, freue mich schon auf slow food und reichlich wein

Casino - 19. Juli, 20:32

es ist der nasseste sommer seit, und da gehen die meinungen hier auseinander, zwischen überhaupt und menschengedenken. und kein landregen, sondern pladder- stark- und rauschender regen – nimm socken für die mokassins mit.
slowtiger (Gast) - 21. Juli, 18:22

Du liest Modesty Blaise? Die hab ich hier auch komplett stehen. Und immer, wenn mein Konto gähnt, überlege ich, wo man heutzutage derart stilvoll einbrechen könnte, aber ach ...

Casino - 21. Juli, 19:42

deine kindheit war nicht hart genug, das bringt nix.

(grad sind sie in der sahara, willie schnitzt pfeile, modesty bereitet sich auf den kampf vor - ich lieeebe modesty blaise)
Modeste - 24. Juli, 19:11

Das nervt mich manchmal in Berlin am meisten: Die Hipster sehen überall gut aus. Aber der normale Mann, der Rechtsanwalt am Samstag auf dem Markt, der sollte sich auch einmal ein bißchen besser anziehen.

Casino - 1. August, 12:09

die hipster haben ja eher den effekt, dass ich gar nicht mehr hingucke, weil ich nur noch die gruppe sehe und nicht mehr das individuum.

hier dort (blog war nicht mehr bezahlt und zahlen hat irgendwie nicht geklappt letzte woche) war es eher der mittelalte mann, der sich kümmert um sein aussehen, oder vielleicht auch nicht, weil sein schrank gefüllt ist mit diesen dingen, das ist es, die kleidung hat nichts maskenhaftes mehr, sie dient selbstverständlich und vollkomman unabsichtlich (nebenbei) der gesellschaftlichen verortung. durch die bandbreite an stilen in berlin ist keiner davon mehr selbstverständlich, das ist anstrengend in der gesamtwahrnehmung.

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