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Auf der Party ebenfalls meine Ausgehfrage gestellt: Eine Frau ging nur einmal aus pro Woche, die lebt mit Freund zusammen, alle anderen 3 bis 5 Mal pro Woche, wobei abends Essen gehen mit-, tagsüber kurz Kaffetrinken aber nicht mitgerechnet worden ist. Keiner der Befragten hat Kinder, keiner ist übermässig reich oder jung.

Ich selber bin mit 1 bis 2 Ausgängen vollkommen ausgelastet, zeitlich und finanziell, fühle mich aber auch etwas aus dem Stadtgeschehen herausgenommen, das geht so an mir vorbei, Berlinale grade total. Und früher! Alles, alles mitgenommen, jeden verkorksten ungarischen Untertitelfilm, das kutane Flattern der ganzen Halbpromis, das Herumgucken, diese Kulturtrunkenheit (sorry) genossen und für würklich, wirklich wichtig befunden. Jetzt würde ich da hingehen (aaber früher konnte man durch den verschneiten Tiergarten in die schwangere Auster stapfen zur Berlinale, mit ihrem großen Foyer voller Leute, oder sich ins Quasimodo am Delphi setzen, es war weniger international früher, das Festival war geprägt durch das abseitige Berlingefühl, jetzt scheint alles austauschbarer) – also dahingehen, nur um das Gefühl von früher zu reproduzieren, das Kribbeln und die sinnfreie Aufgeregtheit, au Jugend.

Nur knapp nicht "oh Jugend" geschrieben.

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Es ist so, dass man den Unterschied zwischen Landliebe- und Fabrikmilch tatsächlich deutlich schmecken kann, wie auch die paar Fettprozente mehr den inneren Blick öffnen für die ganze glückliche Kuh auf ihrer Bioweide.

Am 14.2. hat jetzt eine liebe Freundin immer Geburtstag, das bessert die Grundstimmung.

Auf ihrer Party ist mir aufgefallen, dass viele Frauen in meiner Umgebung plötzlich radikal dünner geworden sind. Ich hatte dann schon die Lätta im Einkaufswagen, und das Knäckebrot, und den Hüttenkäse, you know, bis mir das aufgefallen ist, dieser Rückgriff auf Repräsentanz, der Schutz der Schönheit, zumindest vor dem Blick rettet sie einen. Weniger Körper haben. Die Konkurrenz ist entspannt, wir stehen da ja drüber, aber es bleibt mehr als nur ein Accessoire.

Überhaupt schön, wenn die in Auszügen bekannten Lebensituationen, also berufliche oder private Entwicklungen, Siege oder Niederlagen als somewhat wärmender Bodensatz immer unter den Gesprächen liegt, Vertrauen schafft, kleines Lächeln bringt, für ein Wiedererkennen sorgt, für Wohlwollen. Auch ein Gefühl, dass ich lange nicht mehr hatte, etwas souveränes.

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Übrigens ist Rainald Goetz wieder im Netz unterwegs, und er hat nur eine Subscriberin bei Bloglines! Erste!

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