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ich bin dann mal weg für ein paar wochen, dear readers.

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die neue neugierde, das neue nichtwissen. und beim blick auf sich selber das erstaunen darüber, wie die synapsen sich öffnen unter whisky, ohne das die verbindungen flöten gehen, behalte das, es ist immer so, aber irgendwie vergisst man das wieder, die zähen dinge, andrerseits gehen wochen tage stunden sekunden alle gleich vorbei, nur die zellspannung wirkt auf ewig angelegt, also der körper erinnert alles, gespeichertes, das was nicht mehr weggeht, sondern integriert werden kann.

es ist aufregend, den zustand in dieser körper/geist-kombo runterzudenken auf zellebene, auf die ganzen kleinen albernen (alberne kinder, die eigentlich aufräumen sollten, you get it) ja!'s im hirn, die man umpolen muss und die einem den kater bescheren, mit magenweh, schlechter haut und druck auf der brust. naja, symptoms of life.

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die totale Stille

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1 - 10 von ungefähr 17.700 für "tanz in den mai 2008"

(The new Sylvester. Die spinnen doch alle. Mir reicht sowas.)

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lust auf staub und hitze, heißes verkleistern von poren und gefühlen, wird ja alles kleiner, wenn es heiß ist, und die physis tritt in den vordergrund. hitze ist ein guter grund für das feine wärmerauschen durch muskeln und gelenke und sehnen, der will ja immer wohin, der körper, und so ein sommer hat eine fühlbare gegenwart, das wäre eine mögliche alternative. oder massage vielleicht, bei jemandem wie mole, der das körper-braille lesen kann.

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duschen bis der boiler leer ist, weil man den blick nicht vom waschmaschinenbullauge wenden kann, das sich dreht und dreht und dreht.

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das einen tick zu warme kristallweizen auf dem einen tick zu kühlen balkon

Monologe beim Lausen

"… Allergien entstehen weil früher die Menschen, die hatten noch alle Krankheiten, da hatte der Körper gut zu tun, und heute ist alles voller Medikamente, da langweilen sich die Blutkörper und dann prügeln sie sich …" (Gregorzwilling findet Allergien cool)

"… und es gibt ja auch sogar Mädchen mit kurzen Haaren, aber bei denen kann ich gar nicht sehen, dass es Mädchen sind, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die eine Scheide haben, die müssen dann größer werden, dann erkennt man das auch an der Stimme …" (Davidzwilling über das ganz-kurze-Haare-Projekt)

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Die Suche nach Integration, die Abwesenheit des Anderen als offene Stelle, das Warten, was wohl zuerst zurückkommt, damit man wieder ganz ist wie gehabt, und wie lange das wohl dauert, das eine Stück, das am Boden liegt, wieder aufheben, wie fast alles, die Entwicklung, der Fortgang, das Lineare bis jetzt nur in der Sprache und im sprechen lebt und weiterwill, während der Alltag bockt und sich sträubt und sich verfängt.

(sich ernstnehmen)

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gerade eben opfer von frühlingszeug geworden, wollte nur mal eben den herd abwischen, 20 minuten später sind alle küchenschrankoberflächen samt abzugshaube und griff-eckchen gewienert. weiß nicht, wie mir geschah.

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das mütterpendeln hier im bezirk, auf absolut jedem weg treffe ich befreundete mütter (sich vorstellen, ein jedes habe seinen ort, bis auf mütter, die sind immer überall, und dazwischen unterwegs)

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die kompostierbare plastiktüte aus dem biomarkt, die sofort reisst, wenn man was reintut, sodass man sie eigentlich auch direkt ab werk kompostieren könnte, ohne umweg über den handel.

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die dinge in meiner wohnung, die sachen, es ist alles gut, alles ist system vom wesen her, das durcheinander nur, ausschließlich, oberflächlich, fast trotz: noch bitte chaos, bevor alles wieder so ist, wie es immer war, sachen festhalten, bleib so, mit flecken, umgefallen.

lieblingswort grade: trosse

(ich stelle mir die trossen vor, mit denen ich, wäre ich ein schiff, vor anker läge, keineswegs am kleinen hafen von vernazza, sondern an so einer mole im outer space, che ne so, rotterdam oder marseille, die behala fällt mir so bildmässig bei "hafen" immer ein, wo ich mal dringend ganz viele frische fische kaufen wollte für ein essen, ich kam an den ganzen lagerhäusern vorbei zu etwas ladenähnlichem, der händler holte einen großen korb mit absolut steifgefrorenen ungeschuppten fischen aus der kühlkammer und lachte mich an, "is frisch aber". zum schiff kommt man über löchrige betonierte wege, auf denen mit strassenfarbe irgendwelche leitzahlen stehen, die kein schwein verstehen kann, mit neonlampen, die ich jeden tag aufs neue vergesse, der trubel immer woanders, jedenfalls liege ich an so alten stahlkernseilen, die noch ewig halten werden, über die keiner mehr nachdenken muss. ich als schiff denke bestimmt nicht mehr über routen nach, sondern ärgere mich nur noch über die möwenkacke überall.)

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gestern den "untergang", zdf oder so, ausgemacht, als die szene mit dem beinabsägen kam. total über die fleischabsägegeräusche geärgert, das ist so megaekelkitschig, so eine verhohnepipelung, eine so falsche art, die gewalt als blutige notwendige gewalt zu zeigen. überaus klare selbstvorstellung des filmkonzepts: gestatten, dokudrama mit splatterfilmglamour, wir dürfen das, wir sind die übernächste generation. dann das übertriebene von ganz' schauspielerei die ganze zeit, das verkrampfte schäumende, ich sehe die konzepteure mit coolen modernen berufsbezeichnungen vor mir, wie sie witzchen machen über den zuschauer und sich dessen angenommene betroffenheitsschwerpunkte vorzustellen versuchen.

7

david-ist-7

für den tag wie immer eine art schlachtplan entworfen, welche spiele, wann, viel essen, bionade, 2 patentanten, und dann währenddessen gemerkt, dass die zeiten sich verändert haben über das letzte jahr: die jungs wollten fast gar keine spiele, sie haben sich selber beschäftigt. 2 sassen die ganze zeit auf dem sofa und haben meine comics gelesen, die anderen haben die abstellkammer gestürmt oder in den kinderzimmern gespielt. meine entertainer-qualis waren nicht gefragt. spielen? "welches spiel? nö, das ist doof, keine lust."

lieblingssongs beim stoptanzen: pata pata, music monks, das mochten alle, sonst geht der geschmack schon total auseinander, aber hauptsächlich schnellere und härtere sachen mit gebrüll und schnellem bass. 2 der kinder hatten schon ipods, "siehste, mama".

aber morgens war es noch wie immer, der große weckt mich um halb sechs, damit ich den geburtstag nicht verschlafe, die zwillinge sehen beim auspusten und auspacken sehr glücklich aus, auch wenn sie natürlich für meinen geschmack die torten zu wenig gewürdigt haben, um sich sofort aufs auspacken zu stürzen.

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das brüchige unter den sätzen, die wie von selber so dahinziehen, hierhin und dahin, äsende viecher vor einem dämlichen sonnenuntergang aus barlicht. das eigentlich extrem brüchige, nur noch gebrochene, am rand sitzen und zusehen, wie der spalt sich auftut, und tiefer wird, unüberbrückbar, der bekannte, nicht überraschende, vorher gewusst und jetzt doch so tierisch fremde riss dazwischen. wie konnte das passieren? hast du es nicht gewusst, kind? kind, was ist los mit dir, warum zur hölle passt du nicht auf, als einzige, und nur du hättest aufpassen müssen, nicht der andere, was hat dich berührt? dein eigener dämon hat hallo gesagt, er hat gelacht dabei und war schon wieder woanders.

(bloggen, sweetheart, entschuldigung! weil man keine mails mehr schreiben wird) ist das nicht meine haut, gestiefelt, die da sitzt und zuhört und lernt und überrascht wird, tatsächlich, überrascht, weil so ist der mensch, ein hoffnungsvolles dummes tierchen.

pläsierchen, denkt es hinterher, und ich werde mir jetzt doch die fußnägel lackieren, dark red, und sommersandalen tragen.

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auf arte über die kinder der 68ziger, mit der tochter von horst mahler. mist. wollte früh schlafen gehen. meine eltern waren auch in berlin damals, mein vater ist irgendwann in dieser endsechzigerzeit aus der ju ausgetreten, als die parteigelder für einen schwangerschaftsabbruch abgezweigt hat, der berliner sumpf damals noch als lauter junge herren, aber mehr aufbruch war nicht bei den eltern.

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blumen kaufen gehen werden, alte gießen, neue planen, erwartbarer trauriger kaufrausch im pflanzencenter, ja, das pflanzencenter ist ein schlimmer ort der genetischen auslese, dem ich mich immer schlecht entziehen kann. die rosen sind vergammelt zuletzt, aber das lag nicht an mir! ich habe sie gepflegt, bis auf die male, wo ich es vergessen habe, am hoffnungsvollsten in der homezone ist immer das kleine grüne pflanzenlicht im gestrüpp der letztjährig eingegangenen, aber es ist nicht zu sehen - soll ich also alles ausreißen und nach neuen pflanzen suchen? aber die passte so schön! sie blühte vor sich hin, trank viel, hatte einen betörenden süßen duft und war dicht und fest gewachsen, ich kannte sie schon ein bisschen, obwohl ich nichtmal ihren namen weiß, aber sie ist weg, oder lebt an einem nicht sichtbaren ort = unter der erde im topf. blöde pflanze. will sie nu leben oder nicht? einfach zu kalt in diesem scheußlich verregneten april, ich werde auf den mai warten mit allem, dem ausreißen und neupflanzen, weil wozu einen balkon einrichten, auf dem man nicht sitzen kann wegen deutschland. yes, who knows, wo das wieder hinführt, wahrscheinlich leere neue balkongeländer, weil es immer der falsche moment ist für neues, und hey, man muss es pflegen selbst bei regen, und wenn man sich dann wegen lebensgräue nur für eigentlich unpassendes, aber superbunt entscheidet, dann muss man den anblick aushalten über den sommer, und [...]

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What every freelancer should know

Irgendwie lese ich diese Ratschlagsdinger so gern, weil es nur Artikel sind - ein Ratgeberbuch würde ich nicht durchstehen. Eine Sammlung von Lösungen, die mit den eigentlichen Problemen meistens nichts zu tun haben, ein glorioser Sturm auf die Symptome, und man erkennt sich natürlich die ganze Zeit wieder und hofft, das eigene Problem sei auch so seltsam leicht und hübsch und ungebunden und unbegründet im Ereignisraum schwebend, von jeder toll formulierten Lösung sofort abschiessbar. Es gab vor ein paar Jahren mal so eine Welle durch den Freundeskreis, da wurden Ratgeberbücher ausgeliehen in Notfällen, immer mit dem Satz "Eigentlich lese ich sowas ja nicht, aber hierdrin sind ein paar lustige Sachen".

(Zur Zeit, also gerade jetzt genau: Ich muss innerhalb der nächsten 4 Stunden einen gesamten Zwillingsgeburtstag mit 15 kleinen Gästen vorbereiten, und er ist morgen. Ich blogge aber noch. Ich sollte schon im Auto sitzen! Die Götterspeise kann ich noch morgen vor der Arbeit machen, habe ich schon überlegt, oder?)

Beim gelegentlichen Großschreiben immer mit dem Wesen von Substantiven hadern, sie scheinen so arrogant, dabei geht es fast nie um sie.

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Die Kreditkartenabrechnungen des Exmannes kommen nach 4 Jahren immer noch bei mir an. Inzwischen lese ich sie schon nicht mehr.

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