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summend ab

...

ich bin gar nicht da grade, also unter anderem in den ferien. hier ist der oleander gewachsen und jetzt über 5 meter hoch, es ist immer heiß, bis auf nachts, dann kommt so eine angenehme frische über den see gezogen. der rasen auf dem handtuchgarten ist grün und dicht dieses jahr, weil die bewässerung endlich funktioniert hat. die kinder haben entdeckt, dass es über satellit deutsches fernsehen gibt, und sie haben versäumt, mir das sofort mitzuteilen. ich habe die kabel entfernt und auch versäumt, ihnen das mitzuteilen. vielleicht lege ich sie aber auch wieder hin, das muss ich noch entscheiden. es ist gut möglich, dass hier ein paar wochen lang nicht neues dazukommt.

la grazia del cuore

die absurde mehrstimmigkeit des lebens, das kind in uns ist eingeschlafen in sicherheit, die erwachsenen reden und lachen und reden und gewinnen wieder land, aber war das nötig, wir sind doch zuhause, ja, aber.

(und wie es der zeit nochmal gelungen ist, in schönheit sich vergessen zu machen, kurz vor jetzt, das war cool. man könnte glauben, dafür sei alles, alles gut.)

also eigentlich meinte ich so neujahrsmäßig für alle: das jahr ist nicht so wichtig, es sind immer die momente, aber das wisst ihr schon, oder?

capossela im hintergrund, gar nicht der text mit seiner vielwortigen geschichte, ihrem linearen nach-vorne und der stille, wenn der song aufgehört hat, der vollendung, nee, der basslauf, der sich auf drei, vier noten im kreis dreht, der war ja vorher schon da, oder nicht? ist er doch immer, der olle herzschlag.

ein nachmittag im hackbarth, den laden hatte ich fast vergessen, ein ex-favourite mit dunkelblauen schimmernden kacheln an den wänden und einem vertrauten tresen, die menschen lesen und gucken und etwas summt, glaube ich, vielleicht ist es aber auch das andere, das immer noch summt. ich lese in der zeit über jüdische emigranten und die empathie nimmt mich mit in die schönen upper-eastside-wohnungen auf den fotos, diese alten gesichter mit den stillen augen, wie sie namen nennen, alles noch wissen, die details, natürlich, weil sie noch leben und die geschichte mit ihnen.

man steht am wasser, mit fast keinem gepäck, alles weit und offen: das meer. (leerzeilen ohne ende)
und dann geht man wieder heim, so ist das.

das ist herrlich unkonkret, sagt die zweitstimme, aber du kennst das doch, alles, und ich muss lachen, yeah, aber nicht das neue im bekannten, jaja, sagt die stimme, aber lass uns trotzdem singen, vielleicht klingt es ganz gut.

seid nachher jedenfalls so laut wie ihr könnt, das jahr hat ein richtiges feuerwerk verdient.

...

gar nicht leicht, das jahr gehen zu lassen. es war nicht toll und nicht dramatisch, ein durchschnittsjahr mit leichter grautönung.

fähigkeit zum aufräumen, also im stress die gewöhnung an den stress zu merken, sich da rausholen, dabei mit dem körper anfangen: aufstehen, auf zehenspitzen stellen, strecken, kopf wackeln, langsam, bis man die halswirbel wieder spürt, in so einem hallo-körper-gestus, der nicht nötig ist, weil man sich auch so kennt. dann nochmal hinsetzen um neun, kurz einen job fertigmachen, der großen spass bringt, mit netten leuten, neuen erfahrungen, ei-gent-lich ist alles okay grade.

standpunkte herumschieben wie möbelstücke, dieser widerstand dabei, der ist total super, wie das schieben im tango, wenn man sich in der base leicht gegen den mann lehnt, den schwerpunkt in bewegung bringt.

...

Buckets of rain
Buckets of tears
Got all them buckets comin' out of my ears.
Buckets of moonbeams in my hand,
I got all the love, honey baby,
You can stand.

I been meek
And hard like an oak
I seen pretty people disappear like smoke.
Friends will arrive, friends will disappear,
If you want me, honey baby,
I'll be here.

Like your smile
And your fingertips
Like the way that you move your lips.
I like the cool way you look at me,
Everything about you is bringing me
Misery.

Little red wagon
Little red bike
I ain't no monkey but I know what I like.
I like the way you love me strong and slow,
I'm takin' you with me, honey baby,
When I go.

Life is sad
Life is a bust
All ya can do is do what you must.
You do what you must do and ya do it well,
I'll do it for you, honey baby,
Can't you tell?

Buckets Of Rain, Bob Dylan 1974

...

priorität: masstäbe komplett austauschen, was neues sich entwickeln lassen, nur durch beobachtung, das-ist-so, und alles weniger oder konventioneller bewegte als das eigene eher absurde leben ein unterm strich langweiliger ort, aber genaues weiß man nicht, ich war da ja noch nie.

alles soweit vergrößern, bis der bär wieder tanzt. vergröbern! what ever.

überhaupt albern sein.

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