Mittwoch, 13. Januar 2010

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ich hatte mich auf ebooks gefreut eigentlich. aber die paranoia der verlage und verkäufer hindert mich nachdrücklich und effektiv daran, andere als kostenlose werke zu lesen, die allerdings lese ich mit wonne, ich habe neulich mal gutenberg abgegrast und genieße die umfangreiche bilbliothek sehr.

aber wenn ich zb bei libri.de ein ebook erwerben möchte, kann ich das danach nur auf eine einzige weise lesen, nämlich mit dem adobe digital reader, und nicht etwa auf dem lesegerät meiner wahl, nämlich einem iphone, oder in einem anderen programm zur verwaltung digitaler bibliotheken. die elektronischen bücher kettet der buchhändler also an bestimmte hässliche sofadecken, damit ich es nicht durch die welt tragen kann, er wählt die leselampen aus, so japanische dinger, die ich teuer bezahlen soll, und möchte im endeffekt auch an den hausschuhen noch mitverdienen, die ich beim lesen tragen soll. ich wollte aber nur ein buch. echte drückermethoden.

einzig bei der bezahlung ist alles wie beim richtigen buch. bis auf den cent genauso, nur auf die freiheiten, die ich mit echten büchern habe, soll ich verzichten. dafür verliere ich meine lesezeichen nicht mehr und darf volltext suchen, auf dem sofa, an dass mein buch gekettet bleibt, sodass ich immerhin mein ebook auch nicht verlieren kann. aber diese such-und findesachen haben ja nicht die verlage erfunden, beim buchhandel muss ich auch nichts drauflegen dafür, dass auf den seiten sprache zu finden ist, mit großartigen buchstaben, anstatt meinetwegen hieroglyphen oder cy twombly oder dem morsealphabet.

ich meine mich an die tränen der verlage zu erinnern, wegen dem teuren druck und vertrieb, und wie sie an den mitfühlenden leser weitergereicht wurden. vielleicht haben sie einfach vergessen, eine neue gute begründung zu finden. leser lieben geschichten! mehr anstrengung bitte.

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spalanzani (Gast) - 13. Januar, 19:52

Na gut!

Wobei, ein bisschen Anstrengung ist ja schon unternommen: Die freundlichen Wichtel von txtr, so einem Berliner Unternehmen, von dem ich mal gehört habe, haben eine Leseanwendung gemacht, mit der man auch die Bücher von Libri.de lesen kann.

Ah, daß ich hier mal spammen könnte!

spalanzani (Gast) - 13. Januar, 19:53

für's iPhone, meine ich.
Casino - 13. Januar, 21:48

das sind wahrhaft großherzige wichtel, ich bin sehr beeindruckt. eine wirklich nützliche app, danke für den hinweis! die wichtel sollten das mal plakatieren im netz! (und wer immer ein richtiges display haben will, wird sich in bälde einen reader von euch kaufen, ihr seid ja der finnische club im trio.)

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