Dienstag, 11. September 2007

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versuch, tonfolgen zu beschreiben, gerade die dreistimmigen inventionen, von stadtfeld gespielt, wie sie einen auskleiden können beim hören auf eine weise, die vollständig und schöner ist. wie man sich einlassen kann, in einen dialog gerät, wie sparsam und genau die perfektion daherkommt, immer wieder die überraschung, das man vollständig, mit dem ganzen kopf, musik hören kann, dass es vollkommen genügt, dass es einen ton für alles gibt, c'me on metapher.

favourites: sinfonia 2, BWV 788, die ist geschmeidig schön, auf eine unüberraschende weise, verlässlich, mit some kleinen deep moments im ende. und die nummer 11, BWV 780, ein bisschen hingestreckt traurig, die öffentliche träne, bevor das mädchen sich wegdreht und vom fenster tritt, oder die pirouetten in der 15, mit so einem "nagut, wenn's denn sein soll" im abgang.
oder die baßstimme in der 4ten! oder, oder, und so weiter, und ich freu mich schon drauf, mit sechzig endlich betörend zu sagen zu sowas, während ich die zigarettenspitze ausklopfe auf der untertasse, mit hochgezogenen augenbrauen und verwundertem gesichtsausdruck, in einem staubigen sofa sitzend, zu meiner putzfrau, die mir nicht zuhört.

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Handfeger (Gast) - 14. September, 11:29

Oh ja!

Gestern gelesen und gekauft und gehört. Sie ergänzen den Musikmathematiker Bach mit Ihrer lyrischen Kritik perfekt. Und haben recht. Die Doppel-CD ist sehr empfehlenswert. Wer die Goldberg-Variationen von Glenn Gould schätzt, wird diese CD lieben. Bloglesen macht froh!

Casino - 14. September, 17:38

das freut mich, schön, dass es ihnen auch gefällt! (hätte ja auch schiefgehen können! obwohl es ja bei bach nie ganz grundsätzlich schiefgehen kann …)

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