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das fassadenfrankfurt, das virtuell bleibt beim durchfahren und angucken. auf einer der brücken machen wir ein foto, zusamen mit 3 oder 4 anderen, ich sofort in einem weltweiten netz aus leuten, alle mit diesem standardmotiv auf ihren rechnern, alle diese fotos auf eine seite bekommen, jedes mit dem reisezusammenhang, in dem es entstanden ist, das würde ich wohl lesen wollen. in der schirn ist alles kleiner als meine erinnerung daran, die vielleicht 18 jahre alt ist und sich schon im zustand des substrats befindet, unverändert und wiedererkennbar eigentlich bloss die glasfassade des cafés, der rest verborgen unter bildern von menschen, gesprächen, aufregungen.
(ich sass damals plötzlich am tisch mit andrea de carlo, und machte ihm komplimente aus dem komplimentekatalog, weil ich keine sekunde innere vorbereitung auf die situation berühmter schriftsteller hatte, die fordernd glimmende ruhmaura, die jeden kontakt mit solchen leuten umhüllt und sichtbar macht als inszenierung. prominenz kann man nicht ignorieren wie einen pickel. ja, aber war das so? oder nicht?)
ich bin mir sicher, dass es mainhattan 1988 noch nicht gegeben hat. die unauffälligen neubauten der 60zigerjahre, die sich jetzt perfekt einfügen in die gebäude der fachwerkzeit, unprätenziöse flache fassaden mit kleinen regelmäßigen fensteröffnungen, frei von gestalterischer absicht. total entspannend, da durch zu fahren als erlebte geschichte, weil man selber ja noch sehr lebendig ist, und die anderen zeitzeugen auch, die abwesenheit von design so als markierte geschichte ist eine wohltat. die katastrophen der 60ziger sind keine offensichtlichen.


à propos mainhattan. da ist noch so einiges geplant.
Mainhattan: Super! Find ich gut, nur her damit.
den namen redon hatte ich vor der ausstellung noch nie gehört. was ich gelesen habe, hat mich auch nur so halb neugierig gemacht. aber wenn du schreibst "aber er hat etwas Versponnenes, das man einfach mögen muss." (hey der satz könnte von mir stammen), dann ist mein interesse angefacht. hab ja noch bis zum 29. april zeit. das bild mit dem blau-gelben segelboot hätte ich gerne bei mir zuhause. das smaragdgrüne wasser und der wolkige graue himmel dazu. das ist schon eine ziemlich erstaunliche marriage von real und ideal.
p.s. wenn man hier ausgeloggt wurde, weil man zu lahm beim kommentarverfassen war, dann kann man ad aeternam wörter eingeben, scheint mir. mein letztes war forest, ich glaub ich hör jetzt die cure.
wegen ausloggen: keine ahnung, warums dann nie genug wörter sind, wohl am besten, du schreibst lange kommentare offline und pappst sie dann nur rein.