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Fotoarchiv-4882

grade total überrascht worden durch die abfahrt der kinder in die vater-ferien. das war nur eine zeile im kalender. jetzt fallen die kiesel auf den boden, und ich hab gar keine pläne, es ist zum ersten mal wirklich genauso wie vor 10 jahren, inclusive normalität und ohne alles, was nun unbedingt zu tun wäre.

in italien andenken gekauft, first time ever. sie immer als geschenk einpacken lassen.

zum ersten mal mehr öl als wein mit zurück gebracht, weniger kaffee, genauso viel scotti arborio, safran, steinpilze.

am lago der freund, der dick geworden ist, und man bemerkt schlagartig die geschwindigkeit der neuronalen neuordnung in der wahrnehmung, nach 3 minuten gespräch war er schon immer so.

bergnamen kennen, wie den namen der nächsten stadt, wie an diesen klaren tagen mit blick die alten männer am strand immer ein paar sätze stories zu vertellen haben, wenn man die berge aufzählt, einfach so in den raum hinein, wann sie oben waren, noch ohne kinder, mit freunden, die schon tot sind, dann gucken sie ein bisschen vor sich hin, stehen auf und gehen noch mal schwimmen mit ihren enkeln.

am see diese bekanntschaften mit italiendeutschen, die man seit 35 jahren immer wieder trifft, früher war man mit ihren kindern aus, die auch morgen kommen, oder nächste woche, man weiß alle dinge voneinander, zahlen, kinder, häuser und charaktereigenschaften, also eigentlich nichts, oder alles, es ist unwesentlich, mehr wird man nicht erfahren, es ist eine vertrautheit etwa in der form eines bilderrahmens oder eines fotoalbums, nee, also ich freu mich schon immer. eine merkwürdige ruhe in den gesprächen, oder vielleicht bin ich merkwürdig mit meiner ewigen unruhe, jedenfalls brauchen die neuigkeiten nicht einmal sätze drum rum, job? wetter? krankheit? und sonst? und niemand fragt nach.

die frauen guck ich in den ersten sekunden auch aufs älterwerden an, die info wird automatisch aufgenommen vom frauenblick glaub ich, ihre kinder sind etwa so alt wie meine, sie erzählen von schulsorgen und dem italienischen wahnsinn, welcher supermarkt günstig ist, wo es diese netten bikinis gibt, die immer noch gehen, dass die friseurin an der piazzetta in cerro eigentlich supergut ist, es aber selber nicht weiß, ein freundlicher honigfarbener gesprächsfluss ist es, in dem es keine sorgen gibt, alles wird gut, denkt man, und streckt die beine in die sonne, und alle alle haben lackierte fussnägel, immer perfekt.

der see ist meistens grün, dschungelgrün, dunkelgrün, moosgrün, hellgrün am vormittag, er war ein bisschen älter dieses jahr, ein bisschen glatter, weniger zugänglich, ein alter see.

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