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morgen ist es soweit, die zwillinge werden eingeschult. ihre energie ist kaum zu bändigen gerade, sie halten sich in ihrer unruhe fest an althergebrachtem, das ist einmal der kleinkrieg untereinander, wer was bekommt und entscheiden darf, auf der anderen seite das blinde verständnis beim spiel, mit völligem versinken in rollen, dialogen und ihrer sicheren zweisamkeit. beide kommen in verschiedene klassen, das macht sie nervös und wackelig vor vorfreude und angst. ich hab in den letzten beiden wochen gemerkt, wie sich das innerfamiliäre system der beiden langsam auflöst, es trägt sie nicht mehr, wer wann stärker oder schwächer ist, wer provoziert und wer vermittelt, und wann sie das jeweils tun, die ganzen zuständigkeiten und hierarchien der beiden sind schon gekippt. sie wissen irgendwie, dass ihr alleinsein in der schule eine neue ordnung braucht, eine, die außerhalb ihrer vertrauten zwillingswelt liegt. und dieses alleinsein wird mit pauken und trompeten begrüßt, mir fliegt hier abwechselnd alles um die ohren, dann muss ich sofort entscheiden und wahrheiten wissen, immer – oder ich werde überhaupt nicht mehr beachtet. grad pfeift david vor sich hin und gregor baut eine legobahn, in einem langen spiel, das sie nacheinander mit fast allen spielsachen in kontakt bringt. sobald einer sich vom andern entfernt, wird er gerufen, "komm zurück! wo bist du?".

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