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Taken

Stephen King ist unverfilmbar, vielleicht mal abgesehen von Kubrick. Taken ist eine blöde Alien-Schmonzette, alles was King überhaupt lesbar macht, der virtuose Umgang mit Alltagssituationen, die visuelle und atmosphärische Dichte seiner Texte, nie durch Stil, immer nur durch den zielsicheren Schuss auf das, was auch in der diffusen sentimentalen Erinnerung noch klare, einfache Formen behält, auf das von jedem Trottel wiedererkennbare, die riesige Menge an nebensächlichen Details, die den fetten Mainstreamteppich bilden, die weite Welt der kleinen Gefühle, die wie von selbst zu den großen führen, puff, alles weg im TV. Es bleiben die unglaublich dämlichen Handlungsabstracts, dieser ganze krudeste Krempelmüll, also überhaupt nichts.

Halb Sechs.

Es war hell, blau, Vögelchen sangen. Ich wache auf, weil meine Kinder um mich herum auf meinem Bett sitzen und sehr engagiert in ein Gespäch vertieft sind. Der Älteste, der heute für ein Woche zur Kita-Abschlussfahrt fährt, ist grad mitten in einer Aufzählung: den Playmo-Ritter, und dann muss ich noch die Hausschuhe einpacken, und dann- ah, Mama, Du bist ja endlich aufgewacht, schnell, wir sind zu spät, machst Du Frühstück? Klar, mach ich. Nach Cornflakes, Toastbroten, Milchkaffee, Vesperbroten, Zähneputzen, kämmen, anziehen schau ich auf die Uhr. 5:30.

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